
Eine Perspektive
Für Architekturmenschen.
Ein Haus für Menschen, die nicht nur Flächen sehen, sondern Proportionen, Übergänge und die Qualität eines durchdachten Raums.
Räumliche Idee
Nicht ein großer Raum. Eine Folge guter Räume.
Die Heiglstraße 4 lebt von Bewegung. Blickachsen führen durch den Wohnbereich hinaus in den Garten. Unterschiedliche Deckenhöhen, Ebenen und Öffnungen erzeugen Tiefe. Der Kamin gliedert, ohne abzuschließen. Materialwechsel markieren Orte, ohne den Zusammenhang zu verlieren.
Das 1976 errichtete Haus wurde 2011/2012 kernsaniert. Dabei entstand keine geglättete Neutralität, sondern eine klare, eigenständige Haltung: großzügig, präzise und zugleich bewohnbar. Die Architektur möchte nicht aus der Distanz betrachtet werden. Sie bewährt sich im täglichen Gebrauch.

Sequenz
Jeder Schritt verändert den Raum.
Vom Essen zum Kamin, vom Wohnbereich auf die Terrasse, von der hellen Mitte in geschützte Zonen: Die Räume erklären sich nicht als starre Funktionen. Sie bilden eine Abfolge, in der Licht, Sicht und Nähe immer wieder neu gewichtet werden.


Schwellenräume
Innen und außen werden nicht getrennt. Sie werden abgestuft.
Die Hauptterrasse zeigt diese Haltung besonders deutlich. Große Verglasungen öffnen das Haus, bepflanzte Zonen schaffen Schutz, die Überdachung bildet einen eigenen Außenraum. Sonne, Schatten, Essen und Lounge erhalten jeweils ihren Ort, bleiben aber Teil einer gemeinsamen Komposition.
Auch der Pool liegt nicht als einzelnes Element im Garten. Er wird durch Vegetation, Wege und die Fassadenbezüge in das Grundstück eingebunden. Architektur und Landschaft arbeiten zusammen, statt einander nur zu rahmen.

Substanz und Komfort
Gestaltung ist dann überzeugend, wenn sie dauerhaft trägt.
Rund 417 Quadratmeter Wohnfläche verteilen sich auf elf Zimmer, darunter fünf Schlafzimmer und vier Bäder. Etwa 117 Quadratmeter Balkon- und Terrassenflächen erweitern die nutzbare Architektur. Der Energieverbrauchsausweis weist Klasse A mit 40 kWh/(m²a) aus.
Pool, Sauna und Sportbereich sind nicht als abgetrennte Schauwerte gedacht. Sie ergänzen das räumliche Konzept um Bewegung, Regeneration und private Zeit.
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Architektur muss man durchschreiten.
Fotografien zeigen Ausschnitte. Erst vor Ort werden Maßstab, Licht und die Beziehung der Räume zueinander verständlich.
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